Art and Architecture

Ars Electronica Futurelab

Beispiele aus dem Portfolio:

QUELL.CODE

Medienkunst als Leitsystem
Wasserläufe bilden Achsen. Sie verbinden und vermitteln, sie bewegen und führen. Auch im neuen Headquarter der SAP Deutschland. Modernste Technik und eine der ältesten kulturgeschichtlichen avigationshilfen verschmelzen hier zu Quell.Code, einem interaktiven Wegweiser ins Besucherzentrum.

„Folge dem Wasser!"
Von der Quelle beim Parkplatz bahnt das Wasser den Weg bis zur 27 Meter hohen Stahlstele, die zugleich Landmark und interaktives Architekturelement ist. Physischer Kontakt lässt ihr leuchtendes Innenleben pulsieren - im Rhythmus der jeweils gemessenen Herzfrequenz. Von hier strebt der Wasserlauf dem Haupteingang entgegen. Dort angelangt wird er zum virtuellen Datenstrom, gespeist aus den weltweiten Prozessen der SAP-Software. Jeder System-Input, jede Buchungszeile wird als Prozesstierchen visualisiert und schwimmt im Datenfluss, in dem diese virtuellen Bewohner auf ihre Besucher reagieren. Das mechanisch bewegte Data Wheel nimmt, sich drehend, die Fließbewegung auf. Es wird angetrieben von der „Summe der Aktivität der Mitarbeiter" im SAP-System.Der Datenstrom fließt weiter und folgt der Liftkabine nach oben. Mit im Schlepptau finden sich unzählige Prozesstierchen. Diese Schwärme werden nach der Prozess-Zugehörigkeit ihrer Auslöser gebildet, diese Zugehörigkeit zu einem gesamten Geschäftsprozess wird als Begrüßung im vierten Obergeschoss preisgegeben.Hier ist das Ziel erreicht: das Besucherzentrum.

Im Aquarium werden die fachlichen Inhalte zugänglich gemacht, die den jeweiligen Tierchen zugeordnet sind; die am Data Fall, dargestellt als Zeichenketten aus Einsen und Nullen, ein Display durchziehen. Diese Zeichenketten werden vom Besucher durch „Berühren" aufgelöst und fallen regengleich nach unten - zurück zum Ursprung.

Das Leitsystem versteht sich als medienkünstlerisches Statement, das Natur und Kultur bzw. Mensch und Architektur in Dialog stellt und dabei gleichzeitig einen lebendigen und individuellen Zugang zu den Geschäfts- und Informationsprozessen der SAP eröffnet.

QUELL.CODE QUELL.CODE

Hotel Spitz

Das Ars Electronica Center beteiligte sich an dieser Idee mit vier Projekten. Eine Installation im Foyer, von ihrer Erscheinungsweise angelehnt an ein Bücherregal, eröffnet den Gästen des Spitz Hotel einen Einblick in das Programm von kulturellen Einrichtungen und Aktivitäten in Linz.

Eine reaktive Wand, ebenfalls im Foyer, setzt die Bewegungen von Personen und Objekten in Computer-Visualisierungen um. Die Gäste können die Darstellung durch ihre Bewegungen in Echtzeit beeinflussen. Durch Lichtbrechung der computergenerierten Projektion auf einer semitransparenten Oberfläche wird der aktuelle Stand der Uhrzeit ablesbar. Je nachdem, von welcher Seite her der binäre Zeitmesser betrachtet wird, zeigen die virtuellen Objekte in den einzelnen Feldern -von links nach rechts, oder von rechts nach links- die  Stunden im Zwölferformat und die Zehner- und Einerstellen der Minuten an. Die virtuellen „Zeitwesen" reagieren dabei auf Bewegungen ihrer Umgebung - der Standpunkt des Beobachters beeinflusst den objektiven wie subjektiven Zeitfluss, was sich in den Irritationen der Anzeige widerspiegelt.

Zudem führt ein eigener Videochannel in die Welt des Festival Ars Electronica. Im ersten Stock hängen in den einzelnen Hotelzimmern Drucke von Projekten der Ars Electronica.

Hotel Spitz